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Rückkehr nach Mykene

Eine Klytaimnestra-Saga. Großdruckausgabe - ab 14 J.
BuchKartoniert, Paperback
211 Seiten
Deutsch
treditionerschienen am19.04.2024
Noch einmal gehe ich durch die Zeit. Ich kehre zurück nach Mykene. Fragen blieben ungeklärt. Ich will Antwort für sie.Hier und jetzt werde ich sie nicht finden. Ich muss die Reise noch einmal wagen, dorthin, wo die Vergangenheit noch unverändert, unberührt ist von Wissen und Mode.Dort will ich die Menschen sehen und hören, deren Schicksal ich bestenfalls erahne.Namen kommen mir in den Sinn: Klytaimnestra - Gattenmörderin, Ehebrecherin! Andere Namen folgen: Iphigenie, Elektra, Oresthes und Agamemnon auch.Wir hörten deren Geschichten und Bruchstücke sind schnell zur Hand, die abwinken will nur zu leicht. Alt sind diese Geschichten. Oft und immer wieder gleich erzählt: die Axtmörderin, ihr Buhle und die unversöhnlich trauernde Tochter.Warum so? Warum kennen wir sie nicht anders? Hier und jetzt will ich sie erzählen, getreuer vielleicht der Wirklichkeit. Ich kann es nicht wissen. Ich muss es hoffen.Auszug aus: "Klytaimnestra""Nicht ohne Überlegung handelte ich und nicht ohne Abwägen. Was Iphigenie weckte in mir und er mir androhte dafür, zwang mich zur Entscheidung. Was ich für mich erkämpfte, nicht ohne Widerstand, das galt es zu schützen.Ich nahm den Kindern den Vater, das ist wahr. Aber was war er für ein Vater? Was war Agamemnon für ein Mann und was war er mir für ein Gemahl? Niemand mehr fragt danach. Nicht einer will noch wissen, was und wie er war in Wahrheit. Mein Opfer haben sie aus ihm gemacht und wenn es auch wahr ist, bleibt es nur ein Teil der Wahrheit. Niemand, scheint es, will noch wissen, wie er uns und Mykene beherrschte.Blinde Wut und grundlosen Hass hat man mir später zugedichtet. Seinen Teil verschweigt die Zeit. Bestenfalls eine trauernde Mutter gestattet sie mir zu sein, die ihr Kind rächte. Halbe Wahrheiten sind auch halbe Lügen.Nichts Schlechtes soll man sagen über Tote. Nicht nachreden, denen, die nicht mehr Antwort stehen können. Die ins Reich der Schatten reisten, sollen sicher sein, vor übler Rede für immer. Was ist aber mit mir? Wann habe ich dieses Recht verloren?"mehr
Verfügbare Formate
BuchGebunden
EUR24,90
BuchKartoniert, Paperback
EUR19,90
BuchKartoniert, Paperback
EUR19,90
E-BookEPUBePub WasserzeichenE-Book
EUR4,99

Produkt

KlappentextNoch einmal gehe ich durch die Zeit. Ich kehre zurück nach Mykene. Fragen blieben ungeklärt. Ich will Antwort für sie.Hier und jetzt werde ich sie nicht finden. Ich muss die Reise noch einmal wagen, dorthin, wo die Vergangenheit noch unverändert, unberührt ist von Wissen und Mode.Dort will ich die Menschen sehen und hören, deren Schicksal ich bestenfalls erahne.Namen kommen mir in den Sinn: Klytaimnestra - Gattenmörderin, Ehebrecherin! Andere Namen folgen: Iphigenie, Elektra, Oresthes und Agamemnon auch.Wir hörten deren Geschichten und Bruchstücke sind schnell zur Hand, die abwinken will nur zu leicht. Alt sind diese Geschichten. Oft und immer wieder gleich erzählt: die Axtmörderin, ihr Buhle und die unversöhnlich trauernde Tochter.Warum so? Warum kennen wir sie nicht anders? Hier und jetzt will ich sie erzählen, getreuer vielleicht der Wirklichkeit. Ich kann es nicht wissen. Ich muss es hoffen.Auszug aus: "Klytaimnestra""Nicht ohne Überlegung handelte ich und nicht ohne Abwägen. Was Iphigenie weckte in mir und er mir androhte dafür, zwang mich zur Entscheidung. Was ich für mich erkämpfte, nicht ohne Widerstand, das galt es zu schützen.Ich nahm den Kindern den Vater, das ist wahr. Aber was war er für ein Vater? Was war Agamemnon für ein Mann und was war er mir für ein Gemahl? Niemand mehr fragt danach. Nicht einer will noch wissen, was und wie er war in Wahrheit. Mein Opfer haben sie aus ihm gemacht und wenn es auch wahr ist, bleibt es nur ein Teil der Wahrheit. Niemand, scheint es, will noch wissen, wie er uns und Mykene beherrschte.Blinde Wut und grundlosen Hass hat man mir später zugedichtet. Seinen Teil verschweigt die Zeit. Bestenfalls eine trauernde Mutter gestattet sie mir zu sein, die ihr Kind rächte. Halbe Wahrheiten sind auch halbe Lügen.Nichts Schlechtes soll man sagen über Tote. Nicht nachreden, denen, die nicht mehr Antwort stehen können. Die ins Reich der Schatten reisten, sollen sicher sein, vor übler Rede für immer. Was ist aber mit mir? Wann habe ich dieses Recht verloren?"
Details
ISBN/GTIN978-3-384-20447-9
ProduktartBuch
EinbandartKartoniert, Paperback
Verlag
Erscheinungsjahr2024
Erscheinungsdatum19.04.2024
Seiten211 Seiten
SpracheDeutsch
Gewicht408 g
Artikel-Nr.16907088
Rubriken

Schlagworte

Autor

Wolf Kunert, Jahrgang 1956, war schon in frühen Kindertagen vernarrt in Literatur. Vor allem hatten es ihm die klassische Literatur und Abenteuerbücher angetan. Die Heldensagen und Mythen der alten Griechen sind eine alte Liebe von ihm. Bereits in seiner Jugend versuchte er erste Gehversuche in der Schreiberei und veröffentlichte kleine Erzählungen.Später arbeitete er viele Jahre an einem bekannten Theater in Deutschland, wo er diese Liebe ausleben und zum Beruf machen konnte. Er machte sich dann einige Jahre artfremd selbstständig.Erst im Alter von 67 Jahren traute er sich selbst als Autor tätig zu werden. Er lebt inzwischen in der Nähe von Hamburg.=================Wolf Kunert, born in 1956, was infatuated with literature from an early age. He was particularly fond of classical literature and adventure books. The heroic sagas and myths of the ancient Greeks are an old love of his. He made his first attempts at writing in his youth.He later worked for many years at a well-known theater in Germany, where he was able to live out this love and turn it into a profession. He then went freelance for several years.It was only at the age of 67 that he dared to become an author himself. He now lives near Hamburg.
Rückkehr nach Mykene