Hugendubel.info - Die B2B Online-Buchhandlung 

Merkliste
Die Merkliste ist leer.
Bitte warten - die Druckansicht der Seite wird vorbereitet.
Der Druckdialog öffnet sich, sobald die Seite vollständig geladen wurde.
Sollte die Druckvorschau unvollständig sein, bitte schliessen und "Erneut drucken" wählen.

Robert Waldl (2 Werke im Schuber)

Random Recall & Reading Identities
BuchGebunden
416 Seiten
Deutsch
Sonderzahlerschienen am01.02.2018
Rading Identities:Robert Waldl beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit den Themen rund um Bild, Abbild und Identität. In den verschiedenen Serien seines fotografischen und medialen Schaffens untersuchte er die Diskrepanz von Selbstbild und Fremdbild, von Bildtypologien und visuellen Stereotypien. Für den Fotografen ist das Mittel seines Bildschaffens, die Kamera und ihre Optik, der Dreh- und Angelpunkt der Untersuchung;das fokussierte und scharfe Fotoporträt gilt allgemein als das "gelungenste". Waldl lotet jedoch den Raum hinter den Porträts aus und bezieht die dargestellte Person in die Bildkonstruktion mit ein: Ein unscharfes Bildnis lässt Interpretationsspielraum offen, verweigert aber auch einen vordergründigen Wiedererkennungseffekt. Waldl eröffnet dem Einzelnen ein Terrain der Selbstvergewisserung, wohl wissend, wie limitiert der Raum zur eigenen Entfaltung ist, wie durchsichtig der Einzelne im Bild wird und wie kompromisslos der Mensch auf schiere Datenansammlung, etwa im genormten Passbild, reduziert werden kann.Random Recall:Von Vermessenheit, menschlichem Scheitern und der Begrenztheit unserer Existenz erzählen die Fotografien Robert Waldls, die sich herkömmlichen ästhetischen Kategorien verweigern. In ihrer konstitutiven Unschärfe sind sie Symptom des Mangels, des Unvermögens, des Kontrollverlusts, der Flüchtigkeit unseres Seins. Es sind Bilder, die sich dem Unbewussten und Latenten widmen, dem sich entziehenden Moment. Robert Waldl scannt die urbane Landschaft, durch die er sich bewegt, fängt aus dem Augenwinkel Gesichter und Körper ein - urban encounters nennt Waldl diese Nicht-Begegnungen, dieses Aneinandervorbeigehen, dieses Einander-Zufallen im städtischen Gewimmel. Zufall der Erinnerung ist eine bewegte visuelle Reise durch die Falten des Augenblicks. In seinem Archiv konfrontiert uns Waldl etwa anhand der fotografischen Mitarbeiter der Rassenhygieniker im "Dritten Reich" mit dem Fotografen als Täter: "Die Rolle des Fotografen bei der Ausübung der visuellen Gewalt wurde bisher wenig beachtet." Des Weiteren nimmt Waldl die biometrische Erfassung des Menschen bis hin zum Irisscan in seinen Fokus. Dabei werden uns die Augen geöffnet, ohne dass der Zeigefinger im Augenwinkel erscheint. Mit Fotografien von Robert Waldl, Texten von Carl Aigner und Herbert Hrachovec sowie einem Interview von Thomas Kussin mit dem Künstler.mehr

Produkt

KlappentextRading Identities:Robert Waldl beschäftigt sich seit den 1980er Jahren mit den Themen rund um Bild, Abbild und Identität. In den verschiedenen Serien seines fotografischen und medialen Schaffens untersuchte er die Diskrepanz von Selbstbild und Fremdbild, von Bildtypologien und visuellen Stereotypien. Für den Fotografen ist das Mittel seines Bildschaffens, die Kamera und ihre Optik, der Dreh- und Angelpunkt der Untersuchung;das fokussierte und scharfe Fotoporträt gilt allgemein als das "gelungenste". Waldl lotet jedoch den Raum hinter den Porträts aus und bezieht die dargestellte Person in die Bildkonstruktion mit ein: Ein unscharfes Bildnis lässt Interpretationsspielraum offen, verweigert aber auch einen vordergründigen Wiedererkennungseffekt. Waldl eröffnet dem Einzelnen ein Terrain der Selbstvergewisserung, wohl wissend, wie limitiert der Raum zur eigenen Entfaltung ist, wie durchsichtig der Einzelne im Bild wird und wie kompromisslos der Mensch auf schiere Datenansammlung, etwa im genormten Passbild, reduziert werden kann.Random Recall:Von Vermessenheit, menschlichem Scheitern und der Begrenztheit unserer Existenz erzählen die Fotografien Robert Waldls, die sich herkömmlichen ästhetischen Kategorien verweigern. In ihrer konstitutiven Unschärfe sind sie Symptom des Mangels, des Unvermögens, des Kontrollverlusts, der Flüchtigkeit unseres Seins. Es sind Bilder, die sich dem Unbewussten und Latenten widmen, dem sich entziehenden Moment. Robert Waldl scannt die urbane Landschaft, durch die er sich bewegt, fängt aus dem Augenwinkel Gesichter und Körper ein - urban encounters nennt Waldl diese Nicht-Begegnungen, dieses Aneinandervorbeigehen, dieses Einander-Zufallen im städtischen Gewimmel. Zufall der Erinnerung ist eine bewegte visuelle Reise durch die Falten des Augenblicks. In seinem Archiv konfrontiert uns Waldl etwa anhand der fotografischen Mitarbeiter der Rassenhygieniker im "Dritten Reich" mit dem Fotografen als Täter: "Die Rolle des Fotografen bei der Ausübung der visuellen Gewalt wurde bisher wenig beachtet." Des Weiteren nimmt Waldl die biometrische Erfassung des Menschen bis hin zum Irisscan in seinen Fokus. Dabei werden uns die Augen geöffnet, ohne dass der Zeigefinger im Augenwinkel erscheint. Mit Fotografien von Robert Waldl, Texten von Carl Aigner und Herbert Hrachovec sowie einem Interview von Thomas Kussin mit dem Künstler.
Details
ISBN/GTIN978-3-85449-520-8
ProduktartBuch
EinbandartGebunden
ErscheinungsortWien
Erscheinungsjahr2018
Erscheinungsdatum01.02.2018
Seiten416 Seiten
SpracheDeutsch
Gewicht2000 g
Artikel-Nr.45511660
Rubriken

Autor

Robert Waldl, geboren 1958 in Wels, Oberösterreich. Anfang der achtziger Jahre reist er viel, beginnt an der Universität Wien Kunstgeschichte und an der Hochschule für Angewandte Kunst Neue Medien zu studieren. Ebenso belegt er Ur- und Frühgeschichte und Theaterwissenschaften. 1992 gründet Waldl das Medienprojekt "Galerie bois", eine Fotogalerie im digitalen Raum, die er bis 1995 leitet. Robert Waldl ist promovierter Philosoph und arbeitet als Psychotherapeut, Coach und Künstler.