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Darmgesundheit beim Hund

E-BookEPUBePub WasserzeichenE-Book
96 Seiten
Deutsch
Cadmos Verlagerschienen am08.09.2023
Durchfall, Blähungen, Darmgrummeln oder Erbrechen - das sind Alarmsignale, die jeden Hundebesitzer aufhorchen lassen. Dieses Buch liefert viele wichtige Infos, um die Symptome richtig zu deuten und das betroffene Organ zu identifizieren. Schmatzen ist beispielsweise ein Signal dafür, dass dem Hund zu viel Magensäure zu schaffen macht. Oft sind unpassendes Futter und Stress die Gründe dafür. Sind die Auslöser bestimmter Krankheitsbilder einmal identifiziert, lässt sich Abhilfe schaffen. Daher empfiehlt es sich, die Bestandteile der Fütterung genau zu analysieren und mög­liche problematische Komponenten herauszufinden. Eventuell kann dann durch Schonkost eine Fütterung gefunden werden, die den Verdauungsapparat so wenig wie möglich beansprucht. Bei Allergikern kann durch Spezialfutter ein Weg gefunden werden, um eine Darm­sanierung möglich zu machen. Auch natur­kundliche Heilmittel, etwa auf Kräuterbasis, bieten sich für eine gesunde Darmflora an. Nicht immer ist es jedoch möglich, eine Heilung zu erreichen. Chronische Störungen können aber gelindert und so für alle Beteiligten ein lebenswertes Dasein erreicht werden.

DMaike John-Sauerstein ist langjährige Tierheilpraktikerin. Im Laufe ihrer mehr als zehn­jährigen Arbeit ist sie bei fast jeder Behandlung auf das Thema Fütterung gestoßen. Um ihren Wissensfundus zu erweitern, entschied sie sich dann, eine Zusatzausbildung zur Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen zu machen. Mit diesem neuen Wissen konnte sie ihre Grenzen schon deutlich erweitern. Eine neue Herausforderung stellte dann der Themenbereich Darmgesundheit und Darmsanierung dar. Für die Autorin ein Grund, sich auch in diesem Feld intensiv fortzubilden. Seit drei Jahren betreut sie hauptsächlich Hunde-Patienten mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen. Maike John-Sauerstein hat ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in der Pfalz, betreut aber Patienten in ganz Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nordpfalz auf einem alten Dreiseithof zusammen mit Katze, Hühnern und Schafen.
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Verfügbare Formate
TaschenbuchKartoniert, Paperback
EUR19,99
E-BookEPUBePub WasserzeichenE-Book
EUR15,99
E-BookEPUBePub WasserzeichenE-Book
EUR15,99

Produkt

KlappentextDurchfall, Blähungen, Darmgrummeln oder Erbrechen - das sind Alarmsignale, die jeden Hundebesitzer aufhorchen lassen. Dieses Buch liefert viele wichtige Infos, um die Symptome richtig zu deuten und das betroffene Organ zu identifizieren. Schmatzen ist beispielsweise ein Signal dafür, dass dem Hund zu viel Magensäure zu schaffen macht. Oft sind unpassendes Futter und Stress die Gründe dafür. Sind die Auslöser bestimmter Krankheitsbilder einmal identifiziert, lässt sich Abhilfe schaffen. Daher empfiehlt es sich, die Bestandteile der Fütterung genau zu analysieren und mög­liche problematische Komponenten herauszufinden. Eventuell kann dann durch Schonkost eine Fütterung gefunden werden, die den Verdauungsapparat so wenig wie möglich beansprucht. Bei Allergikern kann durch Spezialfutter ein Weg gefunden werden, um eine Darm­sanierung möglich zu machen. Auch natur­kundliche Heilmittel, etwa auf Kräuterbasis, bieten sich für eine gesunde Darmflora an. Nicht immer ist es jedoch möglich, eine Heilung zu erreichen. Chronische Störungen können aber gelindert und so für alle Beteiligten ein lebenswertes Dasein erreicht werden.

DMaike John-Sauerstein ist langjährige Tierheilpraktikerin. Im Laufe ihrer mehr als zehn­jährigen Arbeit ist sie bei fast jeder Behandlung auf das Thema Fütterung gestoßen. Um ihren Wissensfundus zu erweitern, entschied sie sich dann, eine Zusatzausbildung zur Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen zu machen. Mit diesem neuen Wissen konnte sie ihre Grenzen schon deutlich erweitern. Eine neue Herausforderung stellte dann der Themenbereich Darmgesundheit und Darmsanierung dar. Für die Autorin ein Grund, sich auch in diesem Feld intensiv fortzubilden. Seit drei Jahren betreut sie hauptsächlich Hunde-Patienten mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen. Maike John-Sauerstein hat ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in der Pfalz, betreut aber Patienten in ganz Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nordpfalz auf einem alten Dreiseithof zusammen mit Katze, Hühnern und Schafen.
Details
Weitere ISBN/GTIN9783840467196
ProduktartE-Book
EinbandartE-Book
FormatEPUB
Format HinweisePub Wasserzeichen
FormatE101
Erscheinungsjahr2023
Erscheinungsdatum08.09.2023
Seiten96 Seiten
SpracheDeutsch
Dateigrösse13380 Kbytes
Artikel-Nr.13954912
Rubriken
Genre9201

Inhalt/Kritik

Inhaltsverzeichnis
Die Schwachstellen von Speiseröhre und Magen
Sodbrennen - Feueralarm der Speiseröhre
Licky Fits - gefürchtete Leckanfälle
Wenn die Bauchspeicheldrüse schwächelt
Problemzone Darm
Durchfall: Schnelle Hilfe, wenn es drängt
Parasiten, die das Leben schwer machen
Gesunde Darmflora - das Wichtigste im Hund
Darmsanierung - wie geht das?
Durch Fütterung Erkrankungen vorbeugen
Heilmittel für Magen und Darm
mehr
Leseprobe


2 â¦

Problemzone Darm

Was passiert im Darm eigentlich genau? Mit dieser Frage haben wir uns zu Beginn schon beschäftigt, aber jetzt geht es noch ein wenig tiefer hinein in dieses Thema.


Ein gesunder Hund darf gerne Knochen kauen - auch wenn sie schwer verdaulich sind.

Foto © Shutterstock/Ostseefotograf


Auch wenn es dir vielleicht etwas uninteressant erscheint und du diesen Teil des Buches gern auslassen möchtest, bitte ich dich weiterzulesen. Denn jetzt wird es spannend. Dieser Teil des Buches zeigt den Zusammenhang zwischen den Magen-Darm-Erkrankungen und dem Zustand des Darms. Beides ist zwingend miteinander verbunden, wird aber selten gleichzeitig oder zumindest zeitnah behandelt. Bei vielen Hunden werden aus akuten Erkrankungen chronische Entzündungen, weil der Zusammenhang von Darmgesundheit und -erkrankung immer noch stiefkindlich behandelt wird. Der Darm wird, wenn überhaupt, nur nebenbei, im Blindflug, mitbehandelt. Um das besser zu erklären, muss ich etwas ausholen.

Der Darm ist eigentlich ein langer Schlauch, der vorn im Maul unseres Hundes anfängt und am After endet. Dieser Schlauch geht einmal durch den Hund, verändert dabei zwischendurch etwas seine Form und bekommt abschnittsweise eigene Namen.

Alles, was durch den Darm wandert, wird über das Maul aufgenommen und kommt von außen. Deshalb ist der Darm die größte Kontaktfläche nach außen, obwohl er sich eigentlich im Inneren befindet. Vor allem das Futter kommt vorne rein und verlässt den Hund nach vielen Stunden als Kothäufchen wieder.


Illustration © L. Hahsler nach Skizzen von M. John-Sauerstein



Der Darm von Anfang bis Ende

Der Darm teilt sich in mehrere Bereiche: Der Fressbereich nennt sich Kopfdarm. Er reicht von den Lippen bis zum Schlund. Speiseröhre und Magen gehören in den Bereich Vorderdarm.

Der Mitteldarm ist der Bereich zwischen Magen und Dickdarm. Also das, was wir als Dünndarm bezeichnen. Der Dünndarm selbst besteht auch aus unterschiedlichen Abschnitten:


⢠Zwölffingerdarm (Duodenum)

⢠Leerdarm (Jejunum)

⢠Krummdarm (Ileum)


Der Enddarm ist dann der Teil, den ich ab jetzt als Dickdarm bezeichne. Auch er wird in drei Bereiche geteilt:


⢠Blinddarm (Zäkum)

⢠Grimmdarm (Kolon)

⢠Mastdarm (Rektum)



Das, was wir normalerweise mit dem Begriff Darm verbinden, ist der Bereich zwischen Magen und After. Also der Dünndarm und der Dickdarm. Diese beiden Darmbereiche unterscheiden sich sowohl in ihrer Länge als auch in ihrer Ausstattung und Funktion sehr voneinander.

Der Dünndarm

Der größte Teil der Verdauung findet im Dünndarm statt. Hier werden die Nährstoffe aus der Nahrung herausgeholt und in den Organismus abgegeben. Für diese wichtige Aufgabe hat der Dünndarm eine ganz besondere Ausstattung, die ihn zu einem Spezialisten macht.

Die Schleimhaut des Dünndarms vergrößert ihre Oberfläche durch Unmengen von kleinen Ausstülpungen (Zotten), die aus der Schleimhaut herauskommen wie lauter kleine Finger.

Diese kleinen Zotten kannst du dir vorstellen wie die Wellen auf einer Achterbahnstrecke. Würde die Bahn einfach auf gerader Strecke vom Start zum Ziel fahren, wäre die Fahrt schnell beendet. Durch das viele Auf und Ab dauert das Vergnügen deutlich länger.

Die Zotten im Dünndarm haben zwar nicht die Aufgabe, die Verweildauer der Nahrung zu verlängern. Aber sie vergrößern die Oberfläche, sodass eine größere Futtermenge gleichzeitig aufgeschlossen werden kann. Der Vergleich mit der Achterbahn hinkt zwar etwas, vielleicht kannst du dir vorstellen, was ich damit meine.

Der Dünndarm besitzt also im Inneren keine glatte Oberfläche, sondern ist besetzt mit vielen einzelnen kleinen Zotten. Damit nicht genug: Die einzelnen Zotten sind noch einmal mit vielen kleinen Borsten gespickt, mit dem sogenannten Bürstensaum. Er hat ebenfalls die Aufgabe, die Oberfläche des Dünndarms zu vergrößern.

Durch dieses ausgeklügelte System wird die Oberfläche des Dünndarms um das 600-Fache vergrößert. Und das alles nur, um alle benötigten Nährstoffe während der Verdauungszeit in ihre Bestandteile zu zerlegen und zu resorbieren (in den Organismus aufzunehmen).


Aufbau der Darmwand: Ein Querschnitt durch die Darmwand. Gut zu sehen sind die fingerartigen Zotten.

Illustration © Shutterstock/ilusmedical


Im Dünndarm wird diese Aufgabe mithilfe von Enzymen erledigt, die hauptsächlich von Bauchspeicheldrüse und Galle zur Verfügung gestellt werden. Einen Teil der Enzyme produziert die Darmschleimhaut aber auch selbst.

Im Dickdarm sieht es anders aus. Hier finden wir im Gegensatz zum Dünndarm eine dichte Besiedelung mit Bakterien. Die Aufgabe dieser Bakterien ist es, Kohlenhydrate, die im Dünndarm nicht abgebaut werden konnten, zu kurzkettigen Fettsäuren umzubauen. Diese Fettsäuren sind für die Gesunderhaltung des Darms sehr wichtig. Außerdem bauen die Bakterien die schwer verdaulichen Proteine ab, die der Dünndarm nicht geschafft hat.

Das war ein kurzer Einblick in das Innenleben des Darms. Allerdings nur sehr oberflächlich. Da du den groben Zusammenhang jetzt kennst, wage ich mich mit dir noch etwas weiter in die Materie. Im nächsten Kapitel geht es um den eigentlichen Verdauungsvorgang. Wir fangen wieder mit dem Dünndarm an, weil das die erste Station nach der Vorverdauung im Magen ist.

Der Dünndarm und seine Enzyme

Auch wenn der Magen mit der Aufbewahrung großer Futtermengen kein Problem hat - er kann sich bis zum zehnfachen Volumen ausdehnen -, möchte er das Futter nach getaner Arbeit wieder loswerden.

Das Signal hierfür gibt der Dünndarm. Wenn die Freigabe erfolgt, schiebt der Magen einen Teil seines Futterbreis in den Dünndarm. Da die Masse noch komplett mit Magensäure versetzt ist, muss jetzt schnell reagiert werden, denn in diesem Zustand ist sie für die empfindliche Schleimhaut des Dünndarms viel zu sauer. Um an dieser Stelle Schäden zu verhindern, liegen hier die Zugänge von Bauchspeicheldrüse und Galle.

Die Bauchspeicheldrüse beherbergt nicht nur die Verdauungsenzyme, sondern auch Bicarbonat, das den sauren Futterbrei neutralisiert. Die Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet, in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf in den Dünndarm abgegeben. Hier zerlegt sie die ankommenden Fette in sehr kleine Fetttröpfchen, die dann von den Enzymen weiterverarbeitet werden können.

Sowohl Enzyme als auch Gallenflüssigkeit werden dem Futterbrei direkt nach dem Übergang vom Magen in den Dünndarm zugegeben.

Die in der Bauchspeicheldrüse produzierten Enzyme sind zuständig für die Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratverdauung. Drei sind dabei besonders wichtig: Amylase ist für die Kohlenhydratverdauung zuständig, Trypsin für die Proteinverdauung, das Enzym Lipase übernimmt die Fettverdauung.


Das Innenleben des Hundes: Im Inneren des Hundes arbeitet alles zusammen, wie in einer kleinen Fabrik. Kein Organ kann isoliert betrachtet werden. Wenn es an einer Stelle nicht rund läuft, zieht das immer weitere Probleme nach sich.

Illustration © Shutterstock/SciePro


Mithilfe dieser drei Enzyme werden die Nahrungsbestandteile in ihre kleinsten Bausteine zerlegt. Die winzig kleinen Teilchen können dann über die Darmwand vom Organismus aufgenommen werden. Bei ihrem Weg durch die Darmwand landen sie aber nicht einfach irgendwo im Organismus, sondern ganz gezielt im Pfortadersystem. Dieser Teil des Blutkreislaufs, der Magen, Darm, Milz und Pankreas verbindet, bringt die aufgenommenen Nährstoffe direkt in die Leber. Hier werden sie gespeichert oder in die Organe weitergeleitet. Falls hier Giftstoffe ankommen, die zum Beispiel über die Nahrung aufgenommen wurden, werden sie in der Leber abgebaut. Damit die Bauchspeicheldrüse durch die Enzyme nicht selbst in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt wird, werden sie erst nach der Abgabe in den Dünndarm aktiviert.

Die Abgabe der Enzyme erfolgt je nach Anforderung und richtet sich nach der Nahrungszusammensetzung. Ein Trockenfutter, das zur Hälfte aus Kohlenhydraten besteht, benötigt eine andere Enzymzusammenstellung als eine Fütterung mit rohem Fleisch. Deshalb bringt ein abrupter Futterwechsel die Verdauung häufig stark durcheinander.

Der Darm arbeitet wie eine kleine Fabrik, in der am Fließband etwas hergestellt wird. Nur wenn alle ihre Arbeit sorgfältig erledigen und ordentlich an die nächste Station übergeben, läuft die Produktion störungsfrei. Kleine Probleme kann jede Abteilung beheben oder zumindest ausgleichen, ohne dass direkt die ganze Produktion...
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DMaike John-Sauerstein ist langjährige Tierheilpraktikerin. Im Laufe ihrer mehr als zehn­jährigen Arbeit ist sie bei fast jeder Behandlung auf das Thema Fütterung gestoßen. Um ihren Wissensfundus zu erweitern, entschied sie sich dann, eine Zusatzausbildung zur Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen zu machen. Mit diesem neuen Wissen konnte sie ihre Grenzen schon deutlich erweitern. Eine neue Herausforderung stellte dann der Themenbereich Darmgesundheit und Darmsanierung dar. Für die Autorin ein Grund, sich auch in diesem Feld intensiv fortzubilden.

Seit drei Jahren betreut sie hauptsächlich Hunde-Patienten mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen. Maike John-Sauerstein hat ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in der Pfalz, betreut aber Patienten in ganz Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nordpfalz auf einem alten Dreiseithof zusammen mit Katze, Hühnern und Schafen.
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