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Wozu Gott? Religion zwischen Fundamentalismus und Fortschritt

BuchKartoniert, Paperback
382 Seiten
Deutsch
Längst ist klar, daß die Religion aus der Moderne nicht verschwinden wird. Wir erleben vielmehr eine machtvolle Rückkehr religiöser Phänomene. Nicht nur an den Lebensrändern, wo Trost und Heilung gesucht werden, begibt man sich auf die Suche nach Gott. Auch in der profanen Alltagserfahrung werden Sinndefizite offensichtlich, die eine Rückbesinnung auf das Transzendente zu verlangen scheinen. Kann die Religion die Zumutungen eines entfesselten Kapitalismus dämpfen? Sind die Kirchen unverzichtbare Netzwerke der Nächstenliebe und Solidarität? Ist Religion der notwendige Kitt eines modernen Gemeinwesens? Ist ohne den Rückgriff auf eine religiöse Letztbegründung alles erlaubt?Andererseits wächst die Skepsis gegenüber religiösen Weltbildern wie auch der Wunsch, das wissenschaftliche Erbe der Aufklärung zu verteidigen. Was für die einen die Rückkehr zu unverzichtbaren Glaubensgrundsätzen ist, kommt für andere einer Bedrohung des demokratischen Pluralismus gleich. Jeder Monotheismus, so die Befürchtung, setzt irrationale Gewaltpotentiale frei - vom Kampf der Kulturen bis zu Glaubenskämpfen im öffentlichen Raum. Gleichzeitig läßt sich eine wachsende Tendenz zu Patchwork-Religionen und spirituellem Pluralismus beobachten: Der einzelne wird sein eigener Religionskomponist.Dieser Band untersucht, welche Konsequenzen die Renaissance des Religiösen in einer postsäkularen Gesellschaft zeitigt: von der Wissenschaft bis zur Kunst, von der Soziallehre bis zur Cyberchurch, von der Neurotheologie bis zur Populärkultur.mehr

Produkt

KlappentextLängst ist klar, daß die Religion aus der Moderne nicht verschwinden wird. Wir erleben vielmehr eine machtvolle Rückkehr religiöser Phänomene. Nicht nur an den Lebensrändern, wo Trost und Heilung gesucht werden, begibt man sich auf die Suche nach Gott. Auch in der profanen Alltagserfahrung werden Sinndefizite offensichtlich, die eine Rückbesinnung auf das Transzendente zu verlangen scheinen. Kann die Religion die Zumutungen eines entfesselten Kapitalismus dämpfen? Sind die Kirchen unverzichtbare Netzwerke der Nächstenliebe und Solidarität? Ist Religion der notwendige Kitt eines modernen Gemeinwesens? Ist ohne den Rückgriff auf eine religiöse Letztbegründung alles erlaubt?Andererseits wächst die Skepsis gegenüber religiösen Weltbildern wie auch der Wunsch, das wissenschaftliche Erbe der Aufklärung zu verteidigen. Was für die einen die Rückkehr zu unverzichtbaren Glaubensgrundsätzen ist, kommt für andere einer Bedrohung des demokratischen Pluralismus gleich. Jeder Monotheismus, so die Befürchtung, setzt irrationale Gewaltpotentiale frei - vom Kampf der Kulturen bis zu Glaubenskämpfen im öffentlichen Raum. Gleichzeitig läßt sich eine wachsende Tendenz zu Patchwork-Religionen und spirituellem Pluralismus beobachten: Der einzelne wird sein eigener Religionskomponist.Dieser Band untersucht, welche Konsequenzen die Renaissance des Religiösen in einer postsäkularen Gesellschaft zeitigt: von der Wissenschaft bis zur Kunst, von der Soziallehre bis zur Cyberchurch, von der Neurotheologie bis zur Populärkultur.
Details
ISBN/GTIN978-3-458-72013-3
ProduktartBuch
EinbandartKartoniert, Paperback
Erscheinungsjahr2009
Erscheinungsdatum12.10.2009
Reihen-Nr.13
Seiten382 Seiten
SpracheDeutsch
Gewicht306 g
Artikel-Nr.11093261

Inhalt/Kritik

Inhaltsverzeichnis
Robert Spaemann: Das unsterbliche Gerücht - Herbert Schnädelbach: Der Fluch des Christentums - Norbert Hoerster: Ist Gott unverzichtbar für die Moral? - Rüdiger Safranski: Gott ist doch nicht tot - Paul Michael Zulehner: Gottessehnsucht; Spirituelle Pilgerschaften; Spiritualität in Säkularität - Eugen Drewermann: Wie ein streunendes Tier - Bernhard Grom: Spiritualität und Heilung; Macht der Glaube gesund? - Elke Endraß/ Siegfrie dKatzer: Wenn Glaube krank macht; Wege aus der Krise - Joachim Schmidt: Satanismus; qu'est-ce que c'est? - Jürgen Habermas: Säkularisierung in der postsäkularen Gesellschaft - Richard Dawkins: Warum es mit ziemlicher Sicherheit keinen Gott gibt - Peter Strasser: Nobody is perfect - Daniel C. Dennett: Was sollen wir jetzt tun? - Thomas M. Schmidt/ Silke Lechtenböhmer: Gott als Produkt der Hirnaktivität; Ist die Neurobiologie nur modischer Schnickschnack? - Stefan Weidner: Parabel - Michael von Brück: Religionen in Geschichte und Gegenwart - Jan Assmann: Intoleranz, Gewalt und Ausgrenzung - Ulrich Beck: Gott ist gefährlich - Heinrich Wilhelm Schäfer: Bruch und Untergang; Politische Theologien - Michail Ryklin: Religion oder Kommunismus? - Udo Di Fabio: Säkularität und Neutralität - Rainer Forst: Die hohe Kunst der Toleranz; Eine Orientierungshilfe in Zeiten der Religionskämpfe - Christopher Hitchens: Die Notwendigkeit einer neuen Aufklärung - Reinhard Marx: Um des Menschen willen; Für eine Globale Soziale Marktwirtschaft - Hans-Joachim Höhn: Moneytheism? Die religiöse Sphäre des Geldes - Katharina Liebsch: Versprechen und Verheißung - Heinzpeter Hempelmann: Philosophisch begriffene Postmoderne als theologische Herausforderung - Bernd-Michael Haese: LogOut - Reinhart Hummel: Gurus im Westen; Eine Gefahr für die Gesellschaft? - Norbert Bolz: Konsumismus und Boutique-Religion - Jean-Pierre Wils: Gottes Lästerung und die Fleischwerdung des Wortes - Wolfgang Ullrich: Religion gegen Kunstreligion; Zum Kölner Domfensterstreit - Otto Zsok: Die Weisheit der Musik - Ulrich Schnabel: Darf über Religion gelacht werden? Vom Frohsinn im heiligen Ernstmehr

Autor

Kemper, Peter
Peter Kemper, Dr. phil., geboren 1950, studierte Philosophie, Germanistik und Sozialwissenschaften in Marburg. Seit 1986 Leiter des "Abendstudios" im Hessischen Rundfunk, ab 2003 Leitung der täglichen hr2-Gesprächssendung "Doppel-Kopf". Seit 1981 regelmäßige Mitarbeit im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Musikkritiker für Rock, Pop und Jazz. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zu Themen der Alltags- und Jugendkultur.
Mentzer, Alf
Alf Mentzer, Studium der Geschichte, Philosophie, Amerikanistik und Anglistik in Frankfurt, Promotion über Die Blindheit der Texte - Studien zur literarischen Raumerfahrung, ab 2004 Redaktionsleiter von Der Tag in hr2, seit 2006 Leiter der Literaturredaktion beim Hessischen Rundfunk (hr2), Publikationen u. a. über Die Welt der Geschichten. Kunst und Technik des Erzählens und 22 Arten, eine Welt zu schaffen. Erzählen als Universalkompetenz.
Sonnenschein, Ulrich
Ulrich Sonnenschein, geboren 1961, Promotion über Arno Schmidt. Redakteur, Autor und Moderator bei hr2-Kultur. Im Suhrkamp Verlag erschien zuletzt Globalisierung im Alltag (2002), Das Abenteuer Liebe (2004), Liebe - zwischen Sehnsucht und Simulation (2005), alle zusammen mit Peter Kemper.
Weitere Artikel von
Herausgegeben:Sonnenschein, Ulrich