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Der kleine Ort zum Glücklichsein

E-BookEPUBePub WasserzeichenE-Book
Deutsch
Piper Verlag GmbHerschienen am06.04.20201
Willkommen in Herzbach! Hier werden Wünsche wahr - wenn man nur fest daran glaubt.  Ein aufreibender Job, eine anstrengende Beziehung: Ellie reicht es. Im münsterländischen?Herzbach?lernt sie nicht ganz freiwillig das Glücklichsein. Für Fans von Jenny?Colgan.?  Weil Ellie dringend eine Auszeit von Job und Beziehung braucht, besucht sie ihre Großtante im westfälischen?Herzbach. Doch die ist überraschend verreist und hat Ellie nicht nur ihr ungewöhnliches Kochbuch überlassen, sondern ihr auch aufgetragen, sich in dieser Zeit um ihre Freunde, die Tafelrunde, zu kümmern. Nach und nach lernt sie die Bewohner des Dorfes kennen und lieben. Bei ihrem neuen Nachbarn Jonas macht sich sogar eine Horde Schmetterlinge in ihrem Bauch breit. Wird Ellie sich mithilfe der?Herzbacher?Tafelrunde darüber klar werden, was ihr wirklich wichtig ist??  Wenn Janina Lorenz das beschauliche?Herzbach?schildert, erkennt man ihre Ortskenntnisse. Sie selbst ist in der Nähe von Münster aufgewachsen und lebt heute in Düsseldorf, nicht zu weit von ihrer Heimat entfernt. »Der kleine Ort zum Glücklichsein« ist der erste Roman in einer?Feelgood-Reihe, der drei weitere Bände umfasst.?  Große Gefühle wie bei Manuela?Inusa?oder Petra Durst-Benning Janina Lorenz' Herzbach-Reihe fügt sich mühelos in die erfolgreichen zeitgenössischen Romantik-Bücher Deutschlands ein. Sympathische Charaktere und eine spannende Handlung legen den Grundstein für dieses leichte Lesevergnügen. Die deutsche Autorin stellt sich in die Tradition von Mary Simses und Anna Bell und sorgt mit ihrem lockeren Schreibstil für ein unvergessliches Leseerlebnis.?  Urlaubslektüre voller Romantik und Lebensweisheit?  Die Geschichten aus Herzbach sind eine Auszeit zum Lesen, eine Hommage an das Dorfleben und eine Erinnerung daran, was im Leben wirklich zählt!  Band 1: »Der kleine Ort zum Glücklichsein« Band 2: »Der kleine Chor der großen Herzen« Band 3: »Der kleine Brunnen der guten Wünsche«  Band 4: »Der kleine Garten zum Verlieben« 

Janina Lorenz, geboren 1979, wuchs in der Nähe von Münster auf. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf. Wann immer ihre Zeit es zulässt, schreibt sie - am effektivsten am Schreibtisch, doch am liebsten auf dem Sofa oder in Düsseldorfs bezaubernden Cafés. Dabei haben es ihr besonders moderne Märchen angetan. Denn hier ist eines sicher: Am Ende wird alles gut, und genau darum geht es doch im Leben.
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Verfügbare Formate
TaschenbuchKartoniert, Paperback
EUR10,00
E-BookEPUBePub WasserzeichenE-Book
EUR8,99

Produkt

KlappentextWillkommen in Herzbach! Hier werden Wünsche wahr - wenn man nur fest daran glaubt.  Ein aufreibender Job, eine anstrengende Beziehung: Ellie reicht es. Im münsterländischen?Herzbach?lernt sie nicht ganz freiwillig das Glücklichsein. Für Fans von Jenny?Colgan.?  Weil Ellie dringend eine Auszeit von Job und Beziehung braucht, besucht sie ihre Großtante im westfälischen?Herzbach. Doch die ist überraschend verreist und hat Ellie nicht nur ihr ungewöhnliches Kochbuch überlassen, sondern ihr auch aufgetragen, sich in dieser Zeit um ihre Freunde, die Tafelrunde, zu kümmern. Nach und nach lernt sie die Bewohner des Dorfes kennen und lieben. Bei ihrem neuen Nachbarn Jonas macht sich sogar eine Horde Schmetterlinge in ihrem Bauch breit. Wird Ellie sich mithilfe der?Herzbacher?Tafelrunde darüber klar werden, was ihr wirklich wichtig ist??  Wenn Janina Lorenz das beschauliche?Herzbach?schildert, erkennt man ihre Ortskenntnisse. Sie selbst ist in der Nähe von Münster aufgewachsen und lebt heute in Düsseldorf, nicht zu weit von ihrer Heimat entfernt. »Der kleine Ort zum Glücklichsein« ist der erste Roman in einer?Feelgood-Reihe, der drei weitere Bände umfasst.?  Große Gefühle wie bei Manuela?Inusa?oder Petra Durst-Benning Janina Lorenz' Herzbach-Reihe fügt sich mühelos in die erfolgreichen zeitgenössischen Romantik-Bücher Deutschlands ein. Sympathische Charaktere und eine spannende Handlung legen den Grundstein für dieses leichte Lesevergnügen. Die deutsche Autorin stellt sich in die Tradition von Mary Simses und Anna Bell und sorgt mit ihrem lockeren Schreibstil für ein unvergessliches Leseerlebnis.?  Urlaubslektüre voller Romantik und Lebensweisheit?  Die Geschichten aus Herzbach sind eine Auszeit zum Lesen, eine Hommage an das Dorfleben und eine Erinnerung daran, was im Leben wirklich zählt!  Band 1: »Der kleine Ort zum Glücklichsein« Band 2: »Der kleine Chor der großen Herzen« Band 3: »Der kleine Brunnen der guten Wünsche«  Band 4: »Der kleine Garten zum Verlieben« 

Janina Lorenz, geboren 1979, wuchs in der Nähe von Münster auf. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf. Wann immer ihre Zeit es zulässt, schreibt sie - am effektivsten am Schreibtisch, doch am liebsten auf dem Sofa oder in Düsseldorfs bezaubernden Cafés. Dabei haben es ihr besonders moderne Märchen angetan. Denn hier ist eines sicher: Am Ende wird alles gut, und genau darum geht es doch im Leben.
Details
Weitere ISBN/GTIN9783492995429
ProduktartE-Book
EinbandartE-Book
FormatEPUB
Format HinweisePub Wasserzeichen
FormatE101
Erscheinungsjahr2020
Erscheinungsdatum06.04.2020
Auflage1
Reihen-Nr.1
SpracheDeutsch
Dateigrösse5365 Kbytes
Artikel-Nr.5075082
Rubriken
Genre9201

Inhalt/Kritik

Leseprobe
2

Nachdem ich mein Frühstück mit Max geteilt hatte, beschloss ich, dass es Zeit für einen Spaziergang war. Ich war seit Jahren nicht mehr in Herzbach gewesen, und so war ich sehr gespannt, was sich in der Zwischenzeit alles verändert hatte. Auch wenn ich Avas Gesellschaft vermisste - Sorgen machte ich mir nicht um sie. Meine Großtante war mit ihren vierundsiebzig Jahren kerngesund. Sie stand auf eigenen Füßen und war einer der bedachtesten Menschen, die ich kannte. Was auch immer sie bewegt haben mochte zu verreisen, sie hatte bestimmt gute Gründe dafür. Außerdem hatte sie geschrieben, dass sie mir alles erklären werde, wenn sie zurückkehrte, und das war mir für den Moment genug. Ich band mein langes braunes Haar zu einem Pferdeschwanz und zog meinen knallroten Lippenstift nach, der so etwas wie mein Markenzeichen war. Als Kind hatte ich meinen Mund zu groß und mein Lachen zu breit gefunden, doch spätestens seit ich Julia Roberts in Pretty Woman gesehen hatte, war ich stolz darauf. Im Garderobenschrank im Flur fand ich eine Hundeleine. Sobald ich sie vom Haken genommen hatte, fing Max laut an zu bellen und aufgeregt hin und her zu springen.

»Sitz«, befahl ich versuchsweise und freute mich sehr, als er meiner Aufforderung prompt nachkam. Das war bestimmt nicht normal, redete ich mir ein, sondern lag an der Chemie, die von der ersten Sekunde an zwischen uns bestanden hatte. Ich befestigte die Leine an seinem Lederhalsband und tätschelte seinen Kopf. »Braver Hund.« Der brave Hund sprang auf und stürmte in einem solchen Tempo Richtung Haustür, dass ich kaum hinterherkam.

 

Wir gingen Avas Straße hinunter, die zu beiden Seiten von malerischen Fachwerkhäusern gesäumt wurde. Die Vorgärten waren das reinste Blütenmeer. Es war kein Wunder, dass so viele Touristen nach Herzbach kamen, wenn selbst die Straßen wie ein Postkartenmotiv aussahen. Diese Formulierung hatte ich jüngst erst in einem Reiseblog gelesen, der von dem entzückenden Ortskern, der historischen Mühle und der wunderschönen Landschaft schwärmte, die wie geschaffen sei für ausgedehnte Fahrradtouren und Spaziergänge. Ich blickte mich neugierig um. In welchem der schmucken Bauten mochte Jonas wohnen? Vielleicht in dem mit den grünen Fensterläden? Kurz überlegte ich, einen schnellen Blick auf die Klingelschilder zu werfen, verwarf den Gedanken aber sofort wieder. Was, wenn er mich dabei ertappte, wie ich vor seiner Haustür herumstromerte? Ich musste lächeln, als ich mir die Szene bildhaft vorstellte.

Auf einmal kam mir Martin in den Sinn, an den ich seit meiner Ankunft noch nicht einmal gedacht hatte. Martin war mein Freund, oder war es zumindest bis vor Kurzem, so genau wusste man das bei der Beziehung, die wir führten, nie. Er hatte eine Wohnung in Köln, in der er sich selten aufhielt. Als Produktionsleiter beim WDR war er die meiste Zeit des Jahres unterwegs. Jetzt gerade hielt er sich in China auf, wo er eine Dokumentationsreihe drehte. Es war bezeichnend für uns, dass ich ihm von meiner Auszeit am Telefon erzählen musste. Auf seine Frage, ob sich die Auszeit auch auf uns beziehe, antwortete ich schlicht: »Ja.« Doch noch bevor ich ihm eine Erklärung geben konnte, hatte er beleidigt aufgelegt. Es war nicht das erste Mal, dass wir eine Pause einlegten, aber diesmal fühlte es sich anders an. Ich war in Herzbach, um mir in Ruhe Gedanken darüber zu machen, wie ich mein zukünftiges Leben gestalten wollte. Und ich war mir nicht sicher, ob Martin darin noch einen Platz haben würde. Ich schüttelte den Gedanken ab und konzentrierte mich wieder auf meine Umgebung.

Ein älterer Herr mit Nickelbrille, der in seinem Vorgarten das Unkraut zupfte, winkte Max und mir zu. Auf dem Bürgersteig kamen uns zwei Frauen entgegen, die einander untergehakt hatten und Mutter und Tochter sein mussten. Die Ähnlichkeit ihrer Züge wurde durch ihre identische Frisur noch verstärkt. Beide trugen Ponyfransen und einen kinnlangen, nach außen geföhnten Bob, der nicht so recht in die heutige Zeit passte. Ich zog Max zur Seite, um ihnen Platz zu machen, und sie bedankten sich freundlich.

Wir folgten einer Gruppe von Radfahrern, die in gemächlichem Tempo an uns vorbeifuhr, und erreichten schließlich den Marktplatz mit seinem prächtigen Maibaum in der Mitte. Der wurde traditionell vor dem ersten Mai aufgestellt. In meiner Kindheit hatte ich beobachtet, wie das die jungen Männer des Dorfes zusammen mit den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr übernahmen.

Auf dem Platz herrschte reger Betrieb. Anders als in so vielen Dörfern auf dem Land, in denen ein Geschäft nach dem anderen schließen musste, verfügte Herzbach dank der vielen Ausflügler über eine florierende Infrastruktur. Es gab ein Hotel, ein Restaurant und ein Eiscafé, die aufgrund des schönen Wetters Tische und Stühle nach draußen gestellt hatten.

Auch der Bauernladen, in dem regionale Produkte verkauft wurden, war gut besucht. Vor der Bäckerei und dem Metzger hatten sich sogar Schlangen gebildet. Dazu gab es einen Buchladen, eine Apotheke, ein Blumengeschäft und eine Geigenbau-Meisterwerkstatt, die seit Generationen von derselben Familie betrieben wurde. Am Brunnen neben dem Maibaum spielten Kinder, die sich gegenseitig mit Wasser bespritzten und dabei glucksend lachten. Und so kam es, dass das westfälische Herzbach an diesem Samstagvormittag im Mai beinahe so etwas wie ein mediterranes Flair verströmte.

Nachdem ich mit meinem Wunsch nach einem Cappuccino zum Mitnehmen gescheitert war, weil die Dorfbewohner, wie ich lernte, nicht nur etwas gegen lärmende Autos hatten, sondern auch gegen Umwelt verschmutzende Pappbecher, nahm ich vor der Eisdiele Platz. Die hatte es bei meinem letzten Besuch auch schon gegeben, doch das Blumengeschäft war neu. Und auch das Restaurant schien einen neuen Besitzer zu haben. Zumindest hieß es nicht mehr Dorfkrug, sondern Kiepenkerl, und die Tische und Stühle, die davorstanden, waren nicht mehr aus weißem Plastik, sondern aus geschmackvollem Holz und Korbgeflecht. Max streckte sich und gähnte herzhaft, dann rollte er sich auf dem Boden zusammen und legte seinen Kopf auf meine Füße. Er sah kurz auf, als die junge Kellnerin ihm einen Napf mit frischem Wasser brachte, wedelte zustimmend mit dem Schwanz und schloss die müden Augen.

Während ich an meinem Cappuccino nippte und mich über die warmen Temperaturen freute, sann ich über das nach, was ich in Düsseldorf zurückgelassen hatte. Da war mein Job, der elf Jahre lang an erster Stelle für mich gestanden hatte.

Ich war gut in dem, was ich tat. Meine Kunden mochten mich, meine Projekte liefen erfolgreich. Ich bekam viel Bestätigung und wurde immer wieder angefragt. Und so hatte ich mit den Jahren immer mehr gearbeitet, die Abende am Computer verbracht, häufig auch die Wochenenden. Mein Bekanntenkreis bestand ausschließlich aus Kollegen, mit denen ich hin und wieder nach der Arbeit ein Glas Wein trinken oder essen ging. Vielleicht hatte ich mir deshalb einen Freund wie Martin ausgesucht. Einen Mann, der nie da war und der mich nicht dafür kritisieren konnte, dass ich zu viel arbeitete.

Martin hatte mich nie dazu gebracht, über mein Lebensmodell nachzudenken, darüber, ob ich Familie und Kinder haben wollte, ob ich glücklich war. Da musste erst etwas anderes passieren. Ich schmunzelte, als ich mich an das Ereignis im letzten Dezember erinnerte, das mich schlussendlich dazu veranlasst hatte, meinen Chef um eine Auszeit zu bitten. Es war nicht spektakulär, wie man vielleicht vermuten könnte, es war genau genommen sogar ziemlich banal. Ich war am Flughafen und wartete auf meine Verbindung nach München, als der Kunde anrief, zu dem ich unterwegs war, und unseren Termin kurzerhand absagte. Also stornierte ich meinen Flug und nahm mir ein Taxi zurück in die Innenstadt, wo unser Büro lag. An einer roten Ampel fiel mein Blick auf den Weihnachtsmarkt und die Eisbahn, und plötzlich verspürte ich das kindliche Verlangen, Schlittschuh zu laufen. Ehe ich wusste, was ich tat, bezahlte ich den Taxifahrer und stieg aus. Mich erwartete niemand, ich hatte keine Termine. Und so drehte ich Runde um Runde auf der glitzernden Eisfläche, wärmte mich mit heißem Kakao, fuhr Riesenrad auf dem Burgplatz, lauschte dem Klavierspieler vor dem Schlossturm und aß geröstete Maronen, an deren Schalen ich mir die Fingerspitzen verbrannte. Ich tat einfach, wonach mir der Sinn stand, ohne auch nur eine Sekunde an die Arbeit zu denken. Als ich an diesem Abend im Bett lag, mit einem wohlig warmen Gefühl im Bauch, gestand ich mir ein, dass es der schönste Tag seit Langem gewesen war. Und mit dem vagen Gedanken, dass ich mehr davon wollte, schlief ich ein. Danach sollte es noch einen Monat dauern, bis mein Entschluss, ein Sabbatical zu nehmen, gereift war, doch es war jener verzauberte Wintertag, der den Ausschlag gegeben hatte.

 

Nachdem ich meinen Cappuccino ausgetrunken und bezahlt hatte, schlenderte ich mit Max am Ufer der Stever entlang. Der Fluss plätscherte gemächlich dahin, die Sonne wärmte mein Gesicht, und von der gegenüberliegenden Seite drangen die Geräusche des Waldes zu mir herüber.

Ich genoss es, jeden Spaziergänger, der meinen Weg kreuzte, zu grüßen. In Düsseldorf hatte ich die Angewohnheit abgelegt, nachdem sie mir wiederholt eisiges Schweigen und misstrauische Blicke eingebracht hatte. Hier erwiderten die Menschen nicht nur meinen Gruß, sie lächelten auch. Der eine oder andere ältere Spaziergänger tippte sich sogar an die Mütze.

An der alten Wassermühle, die ein beliebter Ort für Trauungen war, führte eine Holzbrücke über den Fluss in den Wald. »Du läufst nicht weg, wenn ich dich losmache, oder?«, fragte ich Max, und als er mit ehrlicher Entrüstung zu mir...
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Janina Lorenz, geboren 1979, wuchs in der Nähe von Münster auf. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf. Wann immer ihre Zeit es zulässt, schreibt sie - am effektivsten am Schreibtisch, doch am liebsten auf dem Sofa oder in Düsseldorfs bezaubernden Cafés. Dabei haben es ihr besonders moderne Märchen angetan. Denn hier ist eines sicher: Am Ende wird alles gut, und genau darum geht es doch im Leben.